Ahr-Wanderung

  • Ahr-Wanderung mit anschließender Weinprobe am 31. Mai 2026

 Regen und Gewitter zeigte die Wetter-App zwei Tage vor der Wanderung an. Am Sonntag frühmorgens wurden die 33 HKV-Mitglieder und Gäste noch mit Donner geweckt. Aber zur Abfahrt um 9.00 Uhr am Parkplatz „de Bütt“ war der Himmel freundlich erhellt, keine Regenwolken mehr. Wir hatten HKV-Wetter für die Wanderung und Weinprobe.

Die Tour startete am Ahrtor in Ahrweiler. Die Ahr fließt hier am südlichen Stadtrand und mündet nach 10 km in den Rhein. Ahrweiler hat eine vollständig erhaltene Stadtbefestigung mit einer Länge von 1800 m. Das Mauerwerk umschließt das Städtchen kreisförmig mit vier Stadttoren und drei Wehrtürmen. Nach einem kleinen Spaziergang zur St. Laurentius-Kirche am Markt durchquerten wir das Adenbachtor, auch Winzertor genannt. Die Wanderung hatte eine Länge von 7,5 km mit 250 Höhenmetern. 

Vorbei an den Pfeilern eines Viaduktes, der das Adenbachtal überqueren sollte, aber nie gebaut wurde, bogen wir in den Rotweinwanderweg ab. Während der Wanderung mit dem Blick ins Ahrtal konnten wir das Dach der Ausgrabungsstätte Römerbad sehen. Hier wurde u.a. das Bad eines zerstörten römischen Gutshofes gefunden, restauriert und heute ausgestellt. Danach erreichten wir die Dokumentationsstätte Regierungsbunker. Zwei Eisenbahntunnel der unvollendeten Bahnlinie diente zwischen 1960 und 1972 als „Ausweichsitz“ der Verfassungsorgane in Krise und Krieg. Am Hotel Hohenzollern hatten wir einen schönen Panoramablick auf das Ahrtal. Kurz vor dem Kloster Marienthal nahmen wir uns Zeit, um die Erinnerungsstätte Lager Rebstock zu besichtigen. Es war ein Lager für Zwangsarbeiter Ende 1944.

Nach drei Stunden kamen wir in Dernau an. Im Restaurant „Sepp“ konnten wir uns bei gutem Essen ausruhen und für die folgende Weinprobe stärken. Gegen 15.00 Uhr empfing uns Herr Riske vom gleichnamigen Weingut. Bei einem Glas Weißburgunder und als zweite Probe einen „Surprise“ Blanc de Noir trocken erzählte Herr Riske temperamentvoll die Geschichte und die Anbaulagen des Weingutes. Jetzt ab in den Weinberg mit Proben eines feinherben Roses und trockenen Spätburgunders. Zum Abschluss besichtigten wir den Weinkeller – dazu wurde ein edler Spätburgunder „Sonnenberg“ ausgeschenkt.  

Etwas verspätet fuhren wir zurück und erreichten gegen 18.30 Uhr wieder den Parkplatz an der „de Bütt“. Eine Teilnehmerin schrieb: „Vielen lieben Dank für diese gelungene Wein-Wandertour“. Vielen Dank zurück!

TEXT: Klaus Kreppein