Mitglieder-KulTour des HKV am 8. August 2026 nach Duisburg
Um 8 Uhr trafen sich alle 98 angemeldeten Mitglieder an der „Bütt“ und ließen sich nach vielen fröhlichen Begrüßungen nicht lange bitten, in die beiden Busse der Fa. Grüsgen, Bornheim einzusteigen. Nach der üblichen Abhak- und Bezahlrunde gings dann mit kleiner Verspätung los.
Der Vorstand des HKV hatte sich auf beide Busse aufgeteilt. Der Unterzeichnete saß im 1. Bus und kann berichten, dass unser Fahrer Ralph seinen Bus ruhig und sicher beherrschte. Dr. Christian Karaus hatte uns nach der Begrüßung unterwegs viel Wissenswertes, Zahlen und Daten über Duisburg (ca. 500 Tsd. Einw.) aus der Geschichte (Hansestadt) und Entwicklung mit Höhen und Tiefen nahegebracht.Unser erstes Ziel war das Frühstück im AV Concept Store, Duisburg, einem Haus der gelebten Inklusion. Das lange Buffet ließ keine Wünsche für ein reichhaltiges Frühstück offen. Gelobt wurden die selbst gebackenen Stuten und auch die selbst gemachten Marmeladen. Der Geräuschpegel im Saal ließ erkennen, dass die Teilnehmer bester Laune und voll und ganz zufrieden waren.

Zu Fuß gingen wir im Anschluss in ca. 15 Min. zum historischen Innenhafen. Dort wartete ein Schiff der Weißen Flotte, und zwar MS „Stadt Duisburg“ auf uns. Von 12 bis 14 Uhr war die Hafenrundfahrt durch einen kleinen Teil des größten Binnenhafens der Welt in Duisburg-Ruhrort angesagt. All unsere Passagiere hatten auf dem Oberdeck Platz. Der Kapitän resp. Steuermann, Andreas Herrmann, war auch der Reiseführer. Wir fuhren aus dem Innenhafen auf den Rhein stromabwärts und dann in drei „Arme“ des weit verzweigten Hafens. Wegen des niedrigen Wasserstands konnten wir nur begrenzt über die Kaimauern blicken, aber Herr Herrmann wusste und erklärte alles. Die Fahrt ging unter vielen Brücken her (u.a. A 40 im Bau), vorbei an dem sechs Meter hohen Kopf „Echo des Poseidon“ und an riesigen Logistik-Hallen und Container-Terminals vorbei. Historische und modernste Krananlagen haben wir im Einsatz gesehen. Dort werden nicht nur Schiffe be- und entladen, wöchentlich kommen auch rund 30 Züge nonstop aus China an, zum Ende der „Neuen Seidenstraße“ in Duisburg. Für den Rückweg wird z. B. tonnenweise Milchpulver verladen. Wir erfuhren, dass pro Jahr insgesamt ca. 25.000 Züge ankommen würden. Der Gesamtumschlag soll sich auf gut 50 Mio. Tonnen Güter p.a. belaufen.

Früher wurde hauptsächlich Kohle umgeschlagen, der Wandel zur internationalen Logistik ist nach Jahren des Niedergangs erfolgreich vollzogen worden. An der positiven Stadtentwicklung hatte der städtebauliche Masterplan (2007) des britischen Star-Architekten Lord Norman Foster großen Anteil.

Seit über 300 Jahren ist der Duisburger Hafen ein Ort des Umschlags. Betrieben wird der Hafen seit 100 Jahren von der duisport – Duisburger Hafen AG.

Nach der Rückkehr zum Liegeplatz im Innenhafen schwärmten die Teilnehmer aus. Drei Stunden standen für eigene Erkundungen zur Verfügung. Ein Teil besuchte das Museum Küppersmühle mit der sehenswerten Skulpturenausstellung des spanischen Bildhauers Jaume Plensa. Wir hatten einen interessanten Tag mit vielen neuen Eindrücken und Informationen. Natürlich auch mit dem HKV-Reisewetter: Sonnenschein pur…
Text Friedrich Knäpper
Fotos: Peter Schriefer