Wanderung Maria Laach

Bericht zur Wanderung am 13. Juni 2026

Während ich beginne, diesen Bericht zu verfassen, wird mir klar, welches Glück wir bei unserer letzten Wanderung hatten. Die Temperaturen lagen bei um die 23 Grad und nicht – wie an diesem WE – über 30 Grad. Das wäre kein reines Vergnügen gewesen. Aber so konnten wir uns freuen auf unser Ziel Maria Laach und den die Abtei umgebenden See, einen Kratersee eines einst mächtigen Vulkans. Von ihm hat die Benediktiner-Abtei ihren Namen: Maria Laach.

„Maria ad lacum“, zu Ehren der Mutter Gottes und des hl. Nikolaus errichtet. Sie wurde 1093 gegründet, ist also ein prägnantes Beispiel hochromanischer Architektur in Deutschland. Die dreischiffige doppelchörige Basilika ist geprägt von 2 Turmgruppen mit je 3 Türmen. Den Innenraum mit seinen Altären, Grabmalen, Fresken und der Krypta, kann man durch das „Paradies“ betreten. Die Abtei wurde erst 1230 (nach Unterbrechungen) vollendet mit dem Anbau des kunstvollen Atriums, das sog. „Paradies“. Es ist einzigartig nördlich der Alpen. Geziert wird es von 120 Kapitellen. 

Die Wanderung war konzeptionell von Maria Beer und Dieter Schmitz gut vorbereitet und so konnte jeder nach seinen unterschiedlchen Fähigkeiten oder Einschränkungen entscheiden, mit welcher Gruppe er losgehen wollte. 

Maria Beer begleitete die Gruppe, die 7,9  km gehen konnte oder wollte und Dieter die Gruppe, die sich 12 km und einige Steigungen zutraute und einige Wenige blieben auf dem Klostergelände, da sie gesundheitliche Probleme hatten, aber doch gerne bei diesem Ausflug dabei sein wollten.So starteten 25 Teilnehmerinnen und Teilnehmer am Kloster Maria Laach und es war ergreifend, die Türme der Abtei schon bei der Anfahrt mit dem Bus sehen zu können. 

 Ich selbst gesellte mich zu der „gemütlichen“Gruppe, die Maria Beer führte und dieses langsame Tempo entlang des Ufer-Rundwegs (Route L) ließ uns vieles wahrnehmen, was man vielleicht bei einem ambitionierteren Tempo nicht in den Blick bekommen hätte. So sahen wir z.B. eine kleine, flinke Blindschleiche am Seeufer, hatten den See im Blick und unser Weg führte uns durch verblühte Rapsfelder, auf schmalen Trampelpfaden an Wiesen und Waldgelände entlang. Ein kühlender leichter Wind begleitete uns und ließ uns die Natur genießen und bei einer Rast an einem Holztisch mit robusten Bänken in Ufernähe wurde munter erzählt und die einzigartige Landschaft bestaunt. Leider haben wir die Stelle im Laacher See, an dem Gasbläschen aus der Seeoberfläche austreten, sog. Mofetten, die auf den vulkanischen Hintergrundverweisen, nicht bemerkt, da alle zu sehr im Gespräch vertieft waren. Es war eine gute Stimmung!

Das Gleiche vermute ich bei der sportlich fitteren Gruppe, die mit Dieter unterwegs war, aber dafür kann ich natürlich nicht sprechen. Jedenfalls trafen sich alle gemeinsam wieder im hellen und wunderschönen Kloster-Restaurant und so mancher hatte die Gärtnerei oder die Bücherei erkundet und befunden, dass es ein wirklich besonderer Ort ist, ein Kraftort aus Kloster, Klosterkirche und See.  

Text: Maria Becker
Fotos: Maria Becker und Ute Winkler