UPS am Flughafen

  • Besuch des UPS Air Hub am Flughafen Köln-Bonn am 17.März 2026 

Erneut hat der Heimat- und Kulturverein Hürth e.V. in der Verantwortung von Otto Schaaf eine Führung in einem bedeutenden Wirtschaftsunternehmen unserer Region ermöglicht.

Am Dienstag, den 17. März 2026 trafen sich 18 Personen um 21:00Uhr in Hürth auf dem Parkplatz an „de Bütt“ um von dort mit privaten PKW’s zum UPS Air Hub am Flughafen Köln-Bonn zu fahren.

Es haben sich Fahrgemeinschaften gebildet, so dass nicht jeder einzeln mit seinem PKW fahren musste. Die Zieladresse war:  Neue Tanklagerstraße, 51147 Köln, Flughafenparkplatz P 5. Die Anfahrt klappte besser als angenommen, so dass wir bereits eine halbe Stunde vor der für 22:00 Uhr vorgesehen Führung vor Ort waren. Pünktlich um 22:00 Uhr wurden wir von der UPS-Führungsmannschaft in Empfang genommen. Nach dem an Flughäfen üblichen Sicherheitscheck stiegen wir in einen Kleinbus und wurden zu den UPS-Gebäuden gefahren und anschließend in einen Vortragsraum geführt. Hier wurden wir erneut willkommen geheißen und mit Getränken versorgt.

Nun folgte ein Vortrag über die Gründung und Entwicklung des amerikanischen Unternehmens UPS (United Parcel Service).  UPS wurde 1907 in Seattle James E. „Jim“ Casey und seinem Freund Claude Ryan in einem Keller und einem Kapital von 100 Dollar als Botendienst gegründet. Kontinuierlich wuchs das Unternehmen u.a. durch Übernahme diverser Unternehmen und bediente 1975 als Zusteller alle Adressen in den USA. 1975 dehnte sich UPS nach Kanada aus. Die Expansion nach Europa begann 1976 mit der Eröffnung der Niederlassung in Neuss und 1986 der Gründung des europäischen Luftdrehkreuzes am Flughafen Köln/Bonn.

In diesem Luftdrehkreuz befanden wir uns nun. Die wesentliche Arbeit findet zwischen 22:00 und ca 03:00 Uhr statt. Die ca 3600 Mitarbeiter arbeiten täglich etwa 4,5 Stunden. Bis zu 300.000 Paketsendungen aus aller Welt kommen an, werden sortiert, verteilt und wieder verschickt.

 Die Sortierung erfolgt digitalisiert (QR-Code). Die Pakete laufen über Kipp-Förderbänder und werden je nach Bestimmungsort sortiert in Säcke gekippt. Mitarbeiter überwachen den Füllstand der Säcke, nehmen die gefüllten Säcke ab, versehen diese ebenfalls mit einem Code und befördern sie auf weitere Förderbänder. Die sortierten Pakete werden dann in Container geladen. Es gibt unterschiedlich große Container, die auf den jeweiligen Flugzeugtyp abgestimmt sind. Jede Nacht landen und starten ca. 50 UPS eigene Flugzeuge. Sie werden in ca. 30 Minuten entladen und in etwa weiteren 60 Minuten wieder beladen. Alles was ankommt, geht in der selben Nacht wieder raus! 

In den UPS Air Hub ist eine Zollabteilung integriert. Die Zollabteilung bestimmt, welche Pakete auf zu verzollende Ware untersucht werden.

Nach der Führung durch diverse Abteilungen auf mehreren Stockwerken ging es aufs Flugfeld. An bzw. unter einer UPS eigenen Boing 747 Frachtmaschine konnten wir Fotos machen, und landende Maschinen auf dem Rollfeld aus nächster Nähe beobachten.

In den Gebäuden von UPS war das Fotografieren aus Sicherheitsgründen (mit Ausnahme eines Fotopunktes) grundsätzlich verboten.

Es war beeindruckend zu sehen, wie die Verteilung einer solche Menge an Paketsendungen vollautomatisiert bewältigt wird. 

Gegen 01:00 Uhr wurden wir verabschiedet und wir fuhren wieder nach Hause. Die Kosten für die Parktickets hatte UPS übernommen.                      

Text und Fotos:  Johannes Kania