Heimische Vogelarten und -Gesänge

  • Bericht zum Spaziergang: Heimische Vogelarten und -Gesänge am 29. März 2026

Dipl.-Biologin Katrin Landefeld führte die 12 Teilnehmer wieder durch die Landschaft am Otto-Maigler-See. Der Start war morgens um 8.00 Uhr bei gutem Wetter. Ideale Voraussetzungen für unseren Spaziergang, der fast 2 Stunden dauerte.

Zu diesem Zeitpunkt Ende März sind unsere heimischen Vogelarten zu sehen und zu hören. Rotkehlchen, Amsel, Singdrossel, Zaunkönig, Heckenbraunelle und Gartenbaumläufer waren zu hören. Als typischer Kurz- und Mittelstreckenzieher war auch der Zilpzalp schon anwesend. Langstreckenzieher lassen noch auf sich warten. 

Besonders schön zu dieser Jahreszeit ist der Waldboden mit den Frühblühern. Die Sonne kann noch durch die kahlen Bäume bis zum Bodengrund durchdringen. Besonders prächtig blühten Buschwindröschen, Lerchensporn, Lungen- und Scharbockskraut. Mit dem Austrieb der Blätter wird der Blühteppich später verschwinden.

Der Weg zum Kloster Burbach führt durch die beiden Altwaldparzellen – der „Urwald“ von Hürth. Der alte Baumbestand und die Bodenbeschaffenheit bieten den Vögeln und Pflanzen einen einzigartigen Lebensraum.

Leider ist allen negativ aufgefallen, dass gerade hier der Boden zerstört ist. Es wurden mutwillig Wege und Hindernisse gebaut (Schaufeln steckten noch!), die den Boden so stark verdichten, dass die Pflanzen zerstört und der Boden wertlos geworden ist. Solche Hindernisse für BMX-Fahrer etc. können fast überall am Otto-Maigler-See ohne großen Schaden geschaffen werden, aber bitte nicht hier im kleinen Hürther Urwald!

 Vom Kloster Burbach sind noch Überreste des ehemaligen Klosters Marienbrunn erhalten. Die Umrisse der abgerissenen Klostergebäude werden durch eine Buchenhecke markiert. Die Hecke für die ehemalige Kirche und den Kreuzgang wird durch den HKV gepflegt. Dieses Jahr am 19. September und final am 10. Oktober!Besonders schön waren die Eindrücke mit den fachkundigen Erläuterungen am Hürther Waldsee. Dieser ist ein Tagesbaurestsee des Braunkohleabbaus und ist heute ein Ausgleichssee für die Vögel, die am Otto-Maigler-See nicht ungestört nisten und brüten können. Zahlreiche Tauchenten wie Tafel- und Reiherente überwintern hier in großer Zahl. 

Während der Begehung konnten wir beobachten, wie Höckerschwäne ihr Revier verteidigen und Kormorane ihr Gefieder trockneten, während Reiherenten, Bläss- und Teichrallen paarweise auf Nahrungssuche gingen. Es beginnt die Paarungszeit! 

Text und Foto: Klaus Kreppein