„Elias“, Felix Mendelsohn Bartholdy in der Philharmonie Köln am 08. Februar 2026
„Noch niemals ist ein Stück von mir bei der ersten Aufführung so vortrefflich gegangen und von den Musikern und Zuhörern so begeistert aufgenommen word …“
Das berichtet Felix Mendelsohn Bartholdy seinem Bruder von der Uraufführung seines Oratoriums „Elias“ am 26. August 1846 im englischen Birmingham.
Und diese Begeisterung hat über Zeit und Raum auch uns das Publikum ergriffen, darunter wir vom HKV!
Die Sängerinnen und Sänger der Kölner Kurrende unter der Leitung von Michael Reif, der auch das Philharmonische Orchester Hagen dirigierte, die Solistinnen und Solisten und die Kierdricher Chorbuben, einer der traditionsreichsten Chöre des Landes (1333 erstmalig erwähnt), bestachen mit ihrer beeindruckenden Darbietung.
Mit diesem Werk stellt sich Mendelsohn in die Tradition der großen barocken Oratorien und zeichnet uns das Bild des alttestamentlichen Propheten Elias, ein zorniger Eiferer, der für seinen Gott brennt und dessen Feinde erbarmungslos töten lässt. Ein Mensch mit all seinen Zweifeln, Gewissheiten, zwischen Einsamkeit und Sendungsbewusstsein.
Wer Lust hat, die Geschichte des Propheten Elias näher kennenzulernen, dem empfehle ich im 1. Buch der Könige (ab Kapitel 17) im Alten Testament nachzulesen.

Nach dem Ohrenschmaus gab es natürlich auch den Gaumenschmaus im Ludwig.
Text: Ute Grieger-Jäger
Fotos: Christiane Geritan