Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR)

Nachträglich noch der Bericht vom Besuch des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt in Köln am 13. August 2025

Der Besuch des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) fand am Mittwoch, den 13. August 2025 statt, organisiert und eingeladen durch Otto Schaaf. Nach kurzer Busfahrt erreichten wir das große DLR-Gelände am Flughafen Köln/Bonn. Die dann folgende Führung über das Gelände mit den vielfältigen Einrichtungen dauerte über 3 Stunden – und war höchst informativ, super spannend und sehr beeindruckend! Auch Alexander Gerst haben wir kurz gesehen!

Im Eingangsbereich ist eine original russische Raumkapsel „Sojus“ ausgestellt, die 3 Personen sicher zur Erde zurückbrachte, final abgebremst durch einen Fallschirm, der den ganzen Parkplatz bedecken würde. 

DLR Köln

Nächste Station war eine Halle „LUNA Analog Facility“, die mit der Europäischen Weltraumorganisation ESA errichtet wurde. Hier werden unterschiedliche und hochkomplexe Mondaktivitäten simuliert. Wir konnten die Vorbereitung für die nächste geplante Simulation sehen. Spezieller Sand, der dem Mondstaub stark ähnelnd, wurde in der Halle verteilt. Und die Personen trugen Original Raumanzüge!

Ein besonderer Höhepunkt war die Besichtigung des europäische Astronautenzentrums EAC, wo ALLE Astronauten ausgebildet werden. Im Foyer sind Exponate der Raumanzüge und Modelle von Raumschiffen und -kapseln zu sehen. Auf einem großen Bildschirm live-Bilder aus der internationalen Raumstation ISS. Und dann hatten alle Teilnehmer die Chance selbst in 2 Module der ISS zu steigen! Die Astronauten arbeiten und leben auf engstem Raum. Zum Schlafen steigt man in einen Schlafsack, der sich in einer engen „Kammer“ befindet. Und weil im All keine Schwerkraft herrscht besteht zum Schlafen „Anschnallpflicht“ !

Wo kann man am besten Arbeiten ohne Schwerkraft simulieren und trainieren? Im Wasser! Ein großes Wasserbecken in einer weiteren Halle, wo die zukünftigen Astronauten auf ihren Aufenthalt im All vorbereitet werden, war die nächste Station unserer Führung. 

Abschluss war der Besuch in dem Institut für Luft- und Raumfahrtmedizin, wo z.B. die Auswirkung der Schwerelosigkeit an Freiwilligen getestet werden. Wer Interesse hat, ca. 100 Tage dort zu leben und vor allem kopfüber zu schlafen bzw. zu liegen, kann sich bei der DLR melden.

Fazit: Die Raumfahrtnationen arbeiten eng und vertrauensvoll zusammen. Die Arbeit im All ist anstrengend und die Räumlichkeiten sind sehr eng. Der Blick im All auf die blaue Erde muss für alle Astronauten sehr beeindruckend sein! Wir haben nur eine Erde, die erhalten werden muss. Ein alternatives Leben auf dem Mond ist unwahrscheinlich und auf dem Mars unmöglich, wie wir jetzt gelernt haben.

Ein großes Dank an Otto Schaaf für diese besondere Veranstaltung

Text: Klaus Kreppein